Gesundheit & Vorsorge Anfragen

Verlegung der Unfallambulanz vom LKH Mödling

Anfrage des Abgeordneten Dr. Herbert Machacek an Herrn Landesrat Mag. Karl Wilfing

LAbg Herbert Machacek

Bereits im September des letzten Jahres wurde eine Anfrage der Abgeordneten Dr. Von Gimborn zur „Zusammenlegung von Abteilungen der Landeskliniken Baden und Mödling“ an den zuständigen Landesrat Mag. Karl Wilfing gerichtet. Bereits damals wurde gemutmaßt, dass es weitere für den Patienten zum Nachteil reichende Zusammenlegungen und Schließungen in den beiden Landeskrankenhäusern geben wird.

In der Beantwortung der Anfrage wurde in keiner Weise ausreichend auf die gestellten Fragen eingegangen. So blieb unter anderem die Frage ob in den nächsten drei Jahren weitere Schließungen oder Zusammenlegungen von Abteilungen in NÖ Landeskliniken geplant sind unbeantwortet und das obwohl man davon ausgehen darf, dass die Verlegung der Unfallambulanz bereits vor einem Jahr vorbereitet wurde.

Selbst auf die Frage nach Einsparungen bei Ärzten und pflegendem Personal auf Grund von Schließungen und Zusammenlegungen wurde in der Beantwortung nicht näher eingegangen.

Nachdem die Absiedelung der Unfallambulanz von Mödling nach Baden nun durchgezogen wurde, bedeutet das eine Schwächung des Standorts Mödling und eine eindeutige Verschlechterung der medizinischen Grundversorgung der Mödlinger Bevölkerung. Ein Hohn im Angesicht einer 347 Millionen schweren Investition zur Verbesserung der medizinischen Versorgung.

Der Gefertigte stellt daher an Herrn Landesrat Mag. Wilfing folgende

Anfrage

1) Wird es auf Grund der neuen Regelung dazu kommen, dass (z.B. nach Verkehrsunfällen) schwerverletzte Kinder weiterhin in Mödling versorgt und aufgenommen werden, während ihre Eltern nach Baden verlegt werden?

2) Welche Unfälle werden im Krankenhaus Mödling versorgt und zu welcher Tages und Nachtzeit

3) Ist eine qualitativ hochwertige akute Unfallversorgung innerhalb kürzester Anfahrtszeiten aufgrund des großen Einzugsgebietes in der Region nach Verlegung der Unfallambulanz noch gewährleistet und wenn ja, wodurch?

4) Wird durch die nun durchzuführende Verlegung von schwerverletzten Patienten bewusst ein Gesundheitsrisiko für die Patienten eingegangen?

5) Welcher administrative und personelle Mehraufwand entsteht durch die neue Regelung, Patienten in Mödling zur Erstversorgung aufzunehmen und anschließend an einen anderen Standort zu überstellen?

6) Zu welchen konkreten Einsparungen bei Ärzten und pflegendem Personal ist es in den NÖ Landeskliniken Baden und Mödling auf Grund der Verlegung der Unfallambulanz gekommen?

7) Wie weit wurde die Bevölkerung des Bezirkes Mödling über die Neugestaltung in der medizinischen Versorgung informiert?

8) Zu welchen weitern Veränderungen in der medizinischen Versorgung wird es auf Grund der Inbetriebnahmen beider Krankenhäuser Mödling und Baden kommen?

http://www.landtag-noe.at/service/politik/landtag/LVXVIII/11/1159/1159A.pdf

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